Als Diabetiker gut durch die Krise

Gleichwertige Versorgung von Diabetikern bei einer Corona-Infektion sicherstellen

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Nach Berichten aus Italien, denen zufolge Diabetiker, die unter einem schweren Coronaverlauf litten, in Krankenhäusern ihren speziellen Ansprüchen nicht angemessen versorgt werden konnten, fordert der Diabetiker Niedersachsen e.V. eine Sensibilisierung von Politik und Behörden bei dem Thema.

Der Landesvorsitzende, Arnfred Stoppok, erklärt:

„Menschen mit einem Diabetes haben so oder so schon spezielle Bedürfnisse während eines Krankenhausaufenthaltes, die oft nur unzureichend erfüllt werden können. Als Patientenvertreter befürchten wir Schlimmes für im Krankenhaus untergebrachte Betroffene, welche unter einem schweren Covid-19-Verlauf leiden. Mit einer frühzeitigen durchdachten Organisation bei der Unterbringung lassen sich menschliche Tragödien aber vermeiden.

Wir fordern deshalb von Politik und Behörden, umgehend dafür Sorge zu tragen, dass Menschen mit einem Diabetes nur in Kliniken eingewiesen werden, die auch im Normalbetrieb für die Versorgung von Diabeteserkrankungen gut aufgestellt sind. Deutschlandweit haben diverse Kliniken auf diesem Feld einen Schwerpunkt und gesammelte Expertise. Dort sind  Ärzte beschäftigt, die sich im Bereich Diabetes einen exzellenten Ruf erarbeitet haben und das Pflegepersonal ist entsprechend sensibilisiert.
 
Ein Diabetes darf im Zweifel oder bei Versorgungsengpässen kein automatisches Todesurteil sein, wenn dies durch eine sinnvolle Organisation der Unterbringung zu vermeiden ist. Politik und Behörden sind deshalb aufgefordert schnellstmöglich im Gespräch mit Patienten- und Facharztvertretern Schwerpunktkliniken zu bestimmen, die als präferierte Behandlungsstätten bei einer Zunahme der Infektionen verbindlich benannt werden. Niemand darf aufgrund einer chronischen Erkrankung benachteiligt werden. Auch und gerade in der Krise nicht!“